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Erzbischof Clemens August I. von Bayern

Amtszeit 1723-1761

Erzbischof Clemens August I. war Sohn des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern. Als glanzvollster Barockfürst auf dem erzbischöflichen Thron erbaute er u.a. die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl und Clemensruhe in Poppelsdorf. Er beschäftigte die größten Architekten seiner Zeit wie Cuvilliés und Balthasar Neumann. Sein ausgeprägtes Repräsentationsbedürfnis äußerte sich auch in einem riesigen Hofstaat, glänzenden Festen und Jagdgesellschaften. Seine Bedeutung als Mäzen und Bauherr stehen damit im Gegensatz zu seinen politischen und kirchlichen Leistungen. Er war Bischof von Regensburg, Münster, Paderborn, Hildesheim und Osnabrück. 1732 wurde er zum Hochmeister des Deutschen Ordens gewählt, ohne diese Macht jemals vernünftig zu nutzen. Weniger noch als sein Vorgänger verspürte Clemens August die Neigung zum Priesterberuf und fügte sich lediglich der Staatsräson. Sein Lebensstil entsprach dem eines weltlichen Fürsten. Aus einer länger andauernden Liebesbeziehung zu einer bürgerlichen Frau ging eine Tochter hervor, für deren Heirat in Adelskreise sich Clemens August einsetzte.

 

Ruhestätte: Kölner Dom, vor der Dreikönigenkapelle

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4