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Die Domorganisten

Prof. Dr. Winfried Bönig | Domorganist

Winfried Bönig wurde 2001 zum Domorganisten in Köln berufen und leitet als Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation seit 1998 den Studiengang "Katholische Kirchenmusik" an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Seinen ersten Orgelunterricht erhielt der gebürtige Bamberger mit dreizehn Jahren beim Domorganisten seiner Heimatstadt, Wolfgang Wünsch, bevor er 1978 in die Orgelklasse von Franz Lehrndorfer an der Münchener Musikhochschule aufgenommen wurde. Nach dem mit Auszeichnung abgelegten Examen erlangte er Abschlüsse in Dirigieren sowie das Meisterklassendiplom für Orgel. An der Universität Augsburg folgte das Studium der Fächer Musikwissenschaft, Geschichte und Musikerziehung. Seine Dissertation von 1992 bei Prof. Franz Krautwurst beschäftigt sich mit der süddeutschen Kantate zur Bach-Zeit, einem bis dahin noch weitgehend unerforschten Bereich der protestantischen Kirchenmusik.

Seine künstlerische Tätigkeit begann Bönig in Memmingen, wo er von 1984 bis 1998 als Organist und Dirigent an der dortigen Hauptkirche St. Josef wirkte. Unter anderem spielte Bönig einen Zyklus der gesamten Orgelwerke Bachs in fünfzehn Konzerten. Für seine musikalische Arbeit wurde ihm 1995 der Kulturpreis der Stadt Memmingen verliehen. Konzerteinladungen führen ihn Jahr für Jahr in alle Welt; in letzter Zeit wurde er zu feierlichen Orgelweihen und Premieren u.a. nach China, Russland und Spanien eingeladen. Daneben ist er auch immer wieder als Dirigent tätig.

Bönig war und ist Interpret zahlreicher Uraufführungen von Werken, die ihm Komponisten widmeten, so beispielsweise von Enjott Schneider, Jean Guillou, Naji Hakim, Stephen Tharp, Colin Mawby, Robert HP Platz und Daniel Roth. Schon seine erste CD mit Orgelwerken von Dietrich Buxtehude, erschienen 1988, wurde von der europäischen und amerikanischen Musikkritik begeistert rezensiert. Zahlreiche weitere Aufnehmen - als Organist und Dirigent - folgten und summieren sich inzwischen zu einer langen Diskographie unterschiedlichsten Repertoires. Große Beachtung fanden die Einspielungen der Orgeln im Kölner Dom sowie eine CD mit einer eigenen Transkription von Bachs Goldberg-Variationen.

Mail-Kontakt zu Prof. Dr. Winfried Bönig


Ulrich Brüggemann

Ulrich Brüggemann wurde 1964 im sauerländischen Meschede geboren. Seinen ersten Klavier- und Orgelunterricht erhielt er bei Sr. Maria Gregoria Kupper im Bergkloster Bestwig; den ersten Unterricht in Dirigieren, Tonsatz, Harmonielehre und Liturgischem Orgelspiel bekam er von Kirchenmusikdirektor Gustav Biener.

Kirchenmusikalische Studien betrieb er am St. Gregorius-Haus in Aachen (B-Examen 1987; Orgel bei Hubert Drees, Dirigieren beim Aachener Domkapellmeister Hans-Josef Roth) und an der Musikhochschule in Köln (A-Examen 1993; Orgel bei Prof. Clemens Ganz, Dirigieren bei Prof. Henning Frederichs). Nach weiteren Studien im Fach Orgel legte er 1997 bei Prof. Clemens Ganz an der Musikhochschule Köln die Künstlerische Reifeprüfung und 1999 bei Prof. Hans-Dieter Möller an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf das Konzertexamen ab. Als Kirchenmusiker wirkte er 1989 an St. Josef in Neuss-Weißenberg, 1989-1994 an St. Franziskus in Gummersbach und St. Klemens Maria Hofbauer in Steinenbrück. 1994 wurde er als 2. Domorganist an die Hohe Domkirche zu Köln berufen.

Seine Konzert- und Lehrtätigkeiten führten ihn in mehrere europäische Länder und nach Argentinien. Regelmäßig ist sein Orgelspiel in Fernseh- und Rundfunkübertragungen zu hören und wurde auch in CD-Einspielungen festgehalten.

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4